Responsive Design und die SEO-Fallen

Bei dem Entwurf von neuen Internetseiten legen Webdesigner sehr großen Wert auf die Verwendung von Responsive Design. Das liegt vor allem an immer höheren Zugriffen über mobile Endgeräte. Es gibt einige Internetportale, die Apps als Zusatz zur Desktop-Version bereitstellen, um Besucher der Seite auch unterwegs erreichen zu können. Diese Apps enthalten jedoch meist nicht die gleichen Features und Funktionen, die man von der Desktop-Version gewohnt ist. Die Lösung für dieses Problem heißt Responsive Design, vorausgesetzt es wurde effektiv und korrekt umgesetzt.

Responsive Design SEO-Fallen

Vorteile von Responsive Design

Die Vorteile von Responsive Design sind klar ersichtlich: Die Seite passt sich an die Display-Größe eines mobilen Endgeräts, den sogenannten Viewport, an. Look, Design und Charakter der Seite bleiben größtenteils erhalten. Die Elemente auf der Internetseite werden durch die adaptive Anpassung der Bildschirmdarstellung einfach nur anders angeordnet.

SEO-Fallen: Lange Ladezeiten, Keywords und abgespeckter Content

Doch welche Konsequenzen hat das Responsive Design eigentlich unter SEO-Gesichtspunkten? Bryson Meunier hat sich in seinem Artikel „When Responsive Web Design Is Bad For SEO“ über die möglichen Nachteile Gedanken gemacht. Seiner Meinung nach muss bedacht werden, dass einige responsiv-optimierte Internetseiten / Webseiten / Websites bei Zugriff über mobile Endgeräte nur einen Teil des vorhandenen Contents anzeigen. Mobile Besucher erhalten so, trotz Responsive Design, nur eine abgespeckte Version der Seite angezeigt. Laut Bryson Meunier sei das SEO-technisch unvorteilhaft und gehe zu Lasten der Klickzahlen.

Weiterhin muss beachtet werden, dass manche responsiven Webseiten auf Tablets und Smartphones eine längere Ladezeit benötigen. Dieser sogenannte geringere Page-Speed kann natürlich auch ein SEO-Killer sein. Das Nutzerverhalten von mobilen Besuchern muss auch bei der Zusammenstellung der Keywords beachtet werden. So sind Keywords wie „download Apps“ und „nearby“ für mobile Internetanwender interessanter als für die Besucher der Desktop-Version.

When Responsive Web Design Is Bad For SEO

Im umfangreichen Artikel „When Responsive Web Design Is Bad For SEO“ findest du diese und noch weitere SEO-Fallen, die bei der Verwendung von Responsive Design beachtet werden sollten.

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Hi, ich bin Mika - WordPress-Enthusiast und Webworker aus Leidenschaft. Ich bin Inhaber der Webdesign Agentur Wolkenhart und Dozent an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.

6 thoughts on “Responsive Design und die SEO-Fallen

  1. Andi

    Diese Nachteile aus dem SEO-Blickwinkel lassen sich aber gut vermeiden oder zumindest verkraften, eine Website ohne Responsive Design ist hingegen auf dem 5 Zoll Smartphone eine Qual.

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  2. Andreas Müller

    An Responsive Design gibt es kein Vorbeikommen. Ich sehe es ja bei mir selbst, ich bin nur selten mit dem Desktop PC im Internet unterwegs.
    Wenn man alles richtig macht lässt sich auch eine Mobile Website hervorragend optimieren.

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  3. Christian Jopen

    Wie meine Vorredner schon sagten, ist das Responsive Design wohl zur Zeit das elementarste, was es beim Webdesign zu beachten gibt. Denn eine Website, die “nur” auf dem PC schick aussieht, ist out!

    Trotzdem ist es schon extrem, worauf heute beim Webdesign alles zu achten ist. Als ich vor 15 Jahren anfing, war es noch ein wenig leichter :)

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  4. Andre

    Bei meiner eigenen Webseite hatte ich mich für die Lösung entschieden, für Nutzer von mobilen Endgeräten eine eigene mobile Version anzuzeigen.
    Vorher hatte ich mittels des CSS Frameworks Bootstrap auch ein responsives Design.
    Natürlich kann ich mir gut vorstellen, dass responsives Design nicht ganz so gut für SEO ist, aber dennoch ist die Nachfrage immer größer.

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  5. Björn

    Naja, das stimmt natürlich – ist dann halt “Cloaking” für die Suchmaschine, wenn die Mobilversion nennenswert anders ist. Man sollte halt nicht ganze Textabschnitte komplett weglassen – notfalls kann man diese ja mit Javascript einklapp/ausklappbar gestalten, wenn man das mobile Design einfach halten will.

    Genau um unterschiedliche Varianten zu verhindern, hat Google ja damals die Kehrtwende gemacht, statt mobi.domain.de und domain.de/mobi Versionen, wurde auf responsive Design umgestellt. Das ist zwar ggfs. mehr Aufwand für den Webdesigner, aber es bedeutet eine Seite in einem klar einheitlichen Design, statt dass die Mobil-Version teilweise komplett anders aussieht, wie das früher der Fall war.

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  6. i-love-gütesiegel

    Hallo Mika,

    super Blog den Du da geschrieben hast. Überhaupt ist Dein Blog sehr ansprechend gestaltet. Sieht super aus! Mir gefällt, dass du auf die Probleme im SEO-Bereich hingewiesen hast. Ich denke auch, dass es problematisch ist wenn man mit seinem Smartphone unterwegs ist und nicht überall guten Empfang hat und man dadurch eher tendiert die Seite wieder zu verlassen. Glaubst Du, dass diese Probleme auch Folgen auf die Wirkung von Gütesiegeln haben können?

    Viele Grüße!

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