So ermittelst du den Umfang einer oder deiner Website

Umfang deiner Website

Kurz und knapp: Das alles gehört auf eine Website

Dein Unternehmen steckt in den Startlöchern oder du willst dein Unternehmen gründen oder umkrempeln und willst nun wissen: Was muss ich alles in meine Website packen? Schwierig vor allem für all diejenigen, die ihr Online-Geschäft über die Internetpräsenz lenken wollen. Ich werde immer wieder gefragt, auf welche Art und Weise Inhalt und Funktion einer Website am besten bestimmt werden können. Dies lässt sich natürlich nicht verallgemeinern, sondern muss individuell angepasst werden. Reicht das Online-Angebot doch von der Holzspieleisenbahn bis hin zur Reederei. Dabei sind Aufbau und Umfang der Website natürlich unterschiedlich.

Um dir darüber klar zu werden, wie groß der Umfang deiner eigenen Website werden soll, bieten sich die folgenden zwei Fragen an, die du dir stellen musst:

  1. Was kann der Internetnutzer auf deiner Website finden bzw. warum ist er auf deiner Seite gelandet, welches Ziel hat der Anwender/User? Um den Buyer Persona (Erklärung hier) deines Internetauftritts ermitteln zu können, ist es besonders hilfreich, wenn du dir bereits im Voraus darüber klar wirst, wer die Anwender/User sind und welches Bedürfnis sie haben.
  2. Worin liegt der Hauptzweck deiner Website?

Wenn du diese beiden für dich relevanten Fragestellungen hinreichend beantworten kannst, ergibt sich automatisch, wie umfangreich deine Website und vor allem welche Ausrichtung sie haben wird. Vor allem nach erfolgter Sortierung, Überprüfung und einem Ranking von Inhalt und Funktionen.

Was könnte den User dazu bewegen, sich auf deiner Seite aufzuhalten?

Ganz einfach gestaltet sich die Beantwortung dieser Frage, wenn bereits Kunden vorhanden sind, die du über ihre Wünsche befragen kannst: Was ist die genaue Zielsetzung ihrer Useraktivität? Die Antwort darauf kann mit deinen eigenen, angestellten Untersuchungen verbunden werden.

Bist du noch auf der Suche nach Kunden, hilft neben deinen Ermittlungen auch der Blick auf die Konkurrenz. Was bietet sie den Anwendern/Usern an, die auf die gleichen Ziele setzen wie du mit deinem Webauftritt.

Die Ziele der User lassen sich vielleicht wie folgt zusammenfassen:

  • sich informieren
  • Anregungen und Anleitungen suchen
  • sich in Communities (wie z. B. Foren) bewegen
  • sich mit anderen Usern austauschen
  • Produktsuche/-vergleich
  • Buchungen vornehmen
  • Kommentare und Bewertungen abgeben
  • Inhalte downloaden

Was sind deine Ziele? Hier eine Liste deiner potentiellen Ziele:

  • Bekanntheit deiner Marke verbessern
  • Traffic-Volumen steigern, z. B. Leserzahlen deines Blogs erhöhen
  • User interagieren auf deiner Seite, indem sie von dir angebotene Produkte bewerten, deine Leistungen bzw. Angebote nutzen oder deine Beiträge kommentieren
  • bessere Reichweite erzeugen, damit dich der von dir anvisierte Nutzerkreis zum einen schneller findet und du zum anderen insgesamt leichter “entdeckt” wirst
  • sogenannte Conversions erreichen, damit der User auf deiner Seite möglichst schnell zu deinem Kunden wird
  • Leadgenerierung, wodurch der bereits interessierte Kunde durch Angabe seiner Kontaktdaten (z. B. E-Mail-Adresse) zum intensiveren Kontakt herangeführt werden kann

Sammle nun alle Informationen, die dir durch deine Recherchen und Fragestellungen vorliegen. Auf der Grundlage der erzielten Ergebnisse leitest du nun die Inhalte und Funktionen für deine Website ab, die sich unmittelbar aus den einzelnen Antworten ergeben.

So kommt zum Beispiel ein Blog am ehesten für dich in Frage, wenn dein User nach Ratschlägen, Tipps und Anleitungen sucht. Mit der Bekanntgabe deiner Tipps auf der Blogseite kannst du eines deiner vorgesehenen Ziele erreichen, nämlich die Steigerung des Traffic-Volumen (siehe Liste oben).

In der Konsequenz bedeutet dies, dass du bei Kreieren eines Blogs einzelne Beiträge/Posts auch zusätzlich über Facebook oder andere Social Media Kanäle verbreiten kannst. Als weiteres Beispiel dienen die bekannten Newsletter, die sich zur Leadgenerierung längst bewährt haben oder das Anbieten von Info PDFs, die kostenfrei zum Download stehen.

Sammeln und Selektieren

An dem Punkt deiner Anstrengungen gilt es erst einmal zu sammeln. Wie beim Brainstorming kommt das Aussortieren der “falschen” Antworten erst im zweiten Schritt.

Weiter kommt es nun mehr auf Qualität als auf Quantität an. Nicht alle Bereiche können angeboten werden, das würde auch schlicht zu viel Zeit und auch zu viel Geld in Anspruch nehmen. Vielmehr solltest du bei den “richtigen” Inhalten Prioritäten setzen. Die Kongruenz von User- und z. B. Blogger-Zielen etwa sollte dabei an erster Stelle stehen: Das was der User von dir an Tipps bekommt, erhöht deinen Traffic.

Ist das alles für dich machbar?

Selbstverständlich solltest du stets im Auge behalten, was für dich umsetzbar ist und was nicht. Das wird letztendlich durch die Faktoren Zeit wie auch deine persönliche (Kern-)Kompetenz bestimmt werden.

Ein Blog will regelmäßig durch ständig neue Artikel gepflegt werden, ein Newsletter muss den User erreichen und sollte ebenfalls immer wieder neu “bestückt” werden.

Wenn du es dir leisten kannst, können einzelne Aufgabenbereiche natürlich auch delegiert werden, indem du darauf spezialisierte Agenturen beauftragst.

Und genau nach diesen Aspekten solltest du vorgehen:

Die dir zur Verfügung stehende Aufzählung von Webinhalten und-funktionen, die sowohl für dich als Betreiber als auch für den User maßgeblich sind, solltest du nach Prioritäten sortiert auch umsetzen.

Was noch nicht passt, kann, wie es z. B. beim Content-Management-System WordPress möglich ist, noch bequem nachgeholt werden.

Und vergiss nicht, schon Mark Twain wusste: “Das Geheimnis des Erfolges ist anzufangen.”

In diesem Sinne: gutes Gelingen!

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Hi, ich bin Mika - WordPress-Enthusiast und Webworker aus Leidenschaft. Ich bin Inhaber der Webdesign Agentur / WordPress Agentur Wolkenhart und freier Dozent an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.

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