Freepik: Frei verfügbare Design-Ressourcen Meta-Suchmaschine

Freepik

Freepik – Webdesigner sind ständig auf der Suche nach Photoshop-Dateien, Vektorgrafiken und Fotos. Und dafür bietet sich Freepik an – eine Website, die aus Spanien stammt. Der Dienst stellt eine Suchmaschine zur Verfügung, die sich genau auf die Zielgruppe Designer spezialisiert hat. Mit einem einfachen Konzept will Freepik zur Nummer 1 werden: Der User gibt einen Suchbegriff ein und es erscheint eine Ergebnisliste (hier in Form von Bildvorschauen), die mehr oder weniger passende Einträge aufweist. Die Website bietet eine überzeugende Leistung – allerdings nicht ohne Einschränkungen.

Auch bei Freepik: das Lizenzenproblem

Freepik Lizenz

Die Grundlage des spanischen Dienstes sind automatische Netzdurchsuchungen durch Robots. Dies erklärt auch die überraschend hohe Zahl von 1,4 Millionen Ressourcen, die der Dienst eigenen Angaben zufolge aufweist. Automatisierung ist nach Angaben der Betreiber auch die Grundlage von Content-Bewertung und Katalogisierung. Freepik wertet die Ursprungseiten aus und übernimmt direkt die dortigen jeweiligen Angaben, beispielsweise zur Lizenz. Und hier liegt – wie so oft – die Quelle für Probleme: die Gültigkeit von Lizenzen.

Detaillierte Angaben mit relevanten Informationen

Freepik bietet zu jeder Ressource detaillierte Angaben mit relevanten Informationen. Bei Interesse führt ein Link zur Ursprungsseite; wer an einem Download interessiert ist, kann diesen hier tätigen. Vorsicht ist allerdings auch hier geboten: Es kann gefährlich werden, sich auf die Lizenz-Angaben von Freepik zu verlassen. Zwar stimmten in einem kurzen Test fast alle Angaben der originalen Ressourcen-Seiten mit den Freepik-Informationen überein. Aber eben nur fast alle. Eine Datei wies nämlich eine “ungeklärte Lizenz” auf.

Suchergebnisse oft hochwertig

Die Suchergebnisse von Freepik sind oft hochwertig. Aber es handelt sich eben um keine echte Sammlung von Ressourcen, sondern um eine Darstellung gecrawlter Inhalte, deren Qualität nur so gut sein kann wie die Qualität des Internets selbst: nämlich durchaus unterschiedlich. Dass es Freepik auch auf Deutsch gibt, ist nur in begrenztem Maße hilfreich. Das Original ist englisch, für die Übersetzungen sorgen Übersetzungsprogramme. Und Maschinendeutsch muss man sich nicht unbedingt antun, wenn man über Englisch-Grundkenntnisse verfügt.

Die Freepik-Kategorien werden – ansatzweise – redaktionell betreut. Beispiel dafür ist ein reichhaltiges Summer-Special. Auch hier dient vermutlich ein Algorithmus als Redaktionsersatz. Weitere Kategorien sind beispielsweise die neuesten oder beliebtesten Einträge.

Aus der Natur von Freepik ergibt sich natürlich das Problem, wie gut die jeweiligen Downloadseiten sind. Teilweise werden dort Registrierungen verlangt, für die meist keine Zeit vorhanden ist oder auf die man schlicht keine Lust hat – falls nicht die dort angebotenen Inhalte so gut sind, dass man sogar zur Preisgabe persönlicher Daten motiviert wird.

Fazit: Freepik ist letztlich eine gute Sache, wenn man auf der Suche nach Inspirationen ist. Jeder Webdesigner sollte sich die Seite jedenfalls einmal ansehen. Wer aber Material direkt übernehmen will, sollte vor allem in Bezug auf Lizenzfragen vorsichtig sein und lieber einmal zu viel checken als zu wenig.

Zu Freepik geht es hier…

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Hi, ich bin Mika - WordPress-Enthusiast und Webworker aus Leidenschaft. Ich bin Inhaber der Webdesign Agentur / WordPress Agentur Wolkenhart und freier Dozent an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.